Möbel: Beim Kauf auf Gütezeichen achten

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) weist daraufhin, dass Kunden, die besonders hochwertige Möbel kaufen möchten, auf das RAL-Gütezeichen „Goldenes M“ achten können. Mit diesem werden Möbel gekennzeichnet, die besonders langlebig, sicher, funktional sowie gesundheits- und umweltverträglich sind.

Bevor sie das Gütezeichen erhalten, werden die laut DGM umfassend getestet. Geprüft werden sie in einem in einem 23 Grad warmen Prüflabor. Diese Temperatur entspricht der durchschnittlichen Raumtemperatur in deutschen Wohnungen. In dem Prüflabor erzeugen Maschinen nicht nur eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent, sondern ahmen auch die Belastungen nach, denen die Möbel ausgesetzt sind.

Zudem werden die Möbel in dem Prüflabor chemischen Test und Schadstoffprüfungen unterzogen, damit die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sichergestellt werden kann. Möbel mit RAL-Gütezeichen müssen alle Tests bestehen. Besonders streng sind die Prüfkriterien laut DGM bei Kindermöbeln. Die Abstände der Gitter bei Kinderbetten zum Beispiel seien nicht nur eine Frage der Qualität, sondern auch der Sicherheit.

Quelle und weitere Informationen: DGM

Studie: „Future Living – Outlook 2022. Wohntrends der Zukunft“

Mieter wünschen sich laut Projektentwicklern und Bestandshaltern schnelles Breitband-Internet fürs Homeoffice (58 bzw. 57 Prozent), größere Wohnungen (42 bzw. 51 Prozent) und Wohnungen mit Arbeitszimmern (42 bzw. 46 Prozent). Das geht aus der Studie „Future Living – Outlook 2022. Wohntrends der Zukunft“ der Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland hervor. Die Studie, für die zwischen Juli und Oktober 2021 rund 50 Immobilienprojektentwickler sowie Bestandshalter, darunter Investoren, Eigentümer, Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften befragt worden sind, kommt aber noch zu weiteren interessanten Ergebnissen.

So gehen beispielsweise rund sechs von zehn befragten Immobilienentwicklern und Bestandshaltern davon aus, dass regulatorische Maßnahmen – wie zum Beispiel die Mietpreisbremse – weiter verschärft werden. Das hält sie jedoch nicht davon ab, weiterhin in Immobilien zu investieren. So geben mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) an, dass sie in bestehende Wohnungen beziehungsweise in Neubauprojekte investieren möchten.

Außerdem hat PwC Wohnungsbestandshalter auch zum Thema Klimaschutz befragt. Dabei ist herausgekommen, dass 66 Prozent der Befragten ihre Mieter über Maßnahmen informieren, die den CO2-Ausstoß vermindern können. 31 Prozent der Befragten gaben allerdings an, dies nicht zu tun. PwC sieht bei der massiven Senkung des CO2-Ausstoßes, der es am Wohnungsmarkt bedarf, eine Herausforderung. Weitere Ergebnisse erhalten Interessenten in der „Future Living – Outlook 2022. Wohntrends der Zukunft“-Studie. Diese kann kostenlos auf der Seite pwc.de heruntergeladen werden.

Quelle: pwc.de

Wirtschaft: DIW rechnet mit steigenden Umsätzen im Bausektor

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht von steigenden Umsätzen im Bausektor aus – trotz Corona-Pandemie, Kapazitätsengpässen und hohen Preisen für Bauleistungen. Nachdem das nominale Bauvolumen 2020 bereits um 10 Prozent auf 488 Milliarden Euro anstiegen ist, rechnet das DIW in diesem Jahr mit einem Anstieg der Bauleistung um weitere zirka 13 Prozent und im kommenden Jahr mit zirka 6 Prozent. Auch unter Berücksichtigung der gestiegenen Preise (Preisbereinigung) verzeichnet die Bauleistung demnach einen Anstieg von jeweils rund 3 Prozent.

Zudem geht das DIW davon aus, dass der Wunsch nach einem Eigenheim weiterhin stark bleibt und dass Interessenten – auch aufgrund der niedrigen Zinsen – eine Investition in ein solches tätigen. Außerdem rechnet das DIW damit, dass bei Bestandsbauten in diesem Jahr Modernisierungsmaßnahmen und energetische Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden. Als Grund dafür nennt es die gestiegenen Energiepreise.

Darüber hinaus vermuten die DIW-Experten im Wirtschaftsbau Nachholinvestitionen von Bauprojekten, die aufgrund der Corona-Pandemie bislang nicht realisiert werden konnten. Erholt sich die Wirtschaft, können diese Projekte wieder angeschoben werden. Die vollständige Studie können Interessenten im Wochenbericht unter diw.de einsehen.

Quelle und weitere Informationen: diw.de

Klimaschutz: Das ist geplant

Um den Klimaschutz zu verbessern, plant das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zeitnah die Umsetzung verschiedener Sofortmaßnahmen. Neuerungen soll es unter anderem im Hinblick auf die EEG-Novelle, die Solarenergie, die Windenergie, den Strompreis, die Klimaschutzverträge mit der Industrie, die Wärmestrategie, die Gebäudestandards- und -förderung und die Wasserstoffenergie geben.

Geplant ist, mit dem EEG die Weichen für 80 Prozent erneuerbare Stromerzeugung bis 2030 zu stellen. Bei der Solarenergie soll mit einem sogenannten Solarbeschleunigungspaket unter anderem dafür gesorgt werden, dass alle geeigneten Dachflächen mit Solarenergie versehen werden. Auch der Ausbau der Windenergie ist geplant, ohne dabei den Artenschutz zu vernachlässigen. Beim Strom soll die EEG-Umlage abgeschafft und Verbraucher sollen dadurch entlastet werden.

Für die Industrie ist die Schließung von Klimaschutzverträge und die Förderung klimaneutraler Produktionsverfahren vorgesehen. Im Hinblick auf die Wärmestrategie will sich die Regierung unter anderem für eine Dekarbonisierung einsetzen, also mit kohlenstoffarmen Energieträgern Kohlenstoffdioxidemissionen verringern. Zudem ist eine Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes geplant. Dadurch soll bis 2025 unter anderem jede neu eingebaute Heizung auf Basis von mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden. Im Hinblick auf die Wasserstoffstrategie sind unter anderem neue Förderprogramm vorgesehen.

Quelle und weitere Informationen: bmwi.de

Urteil: Händler können Miete im Lockdown kürzen

Händler, die aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 vom Lockdown betroffen waren, können ihre Gewerbemiete kürzen. Diese entschied kürzlich der Bundesgerichtshof (BGH). Jedoch kommt es dabei immer auf den Einzelfall an. Bei einer Entscheidung müssen laut BGH mehrere Aspekte berücksichtigt werden. Dazu muss geprüft werden, mit welchen Umsatzmaßeinbußen der Lockdown einherging, welche Maßnahmen der Händler gegen drohende Verluste ergriffen und welche staatlichen Leistungen er erhalten hat.

Im vorliegenden Fall hat ein Vermieter gegen den Mieter einer Filiale des Textildiscounters Kik in Sachsen geklagt. Kik musste aufgrund der Allgemeinverfügungen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 19. März bis zum 19. April 2020 seine Türen schließen und entrichtete daraufhin für den Monat April 2020 keine Miete. Daraufhin klagte der Vermieter vor dem Landgericht Chemnitz auf die Zahlung der Miete von 7.854 Euro und bekam zunächst Recht. Jedoch legte der Textildiscounter (der Beklagte) Berufung ein. Daraufhin verurteilte das Oberlandesgericht (OLG) Dresden den Beklagten zu einer Zahlung von nur 3.720,09 Euro. Doch der Vermieter verlangte weiterhin die volle Miete und der Beklagte wollte weiterhin nicht zahlen.

Der BGH hob das Urteil des OLG auf und verwies die Sache an dieses zurück. Das bedeutet, dass das OLG nun die Aspekte des Einzelfalls prüfen muss. Der BGH weist darauf hin, dass sich „durch die COVID-19-Pandemie […] letztlich ein allgemeines Lebensrisiko verwirklicht [hat], das von der mietvertraglichen Risikoverteilung ohne eine entsprechende vertragliche Regelung nicht erfasst wird“. Das damit verbundene Risiko könne daher regelmäßig keiner Vertragspartei allein zugewiesen werden. Auch die pauschale Betrachtungsweise ohne Berücksichtigung der Umstände die Miete für den Zeitraum der Schließung um etwa die Hälfte herabzusetzen – wie vom OLG vorgeschlagen – lehnt der BGH ab.

Quellen und weitere Informationen: XII ZR 8/21/BGH/wiwo.de/zeit.de/tagessschau.de

Küchen: Trends 2022

Welche Küchentrends 2022 angesagt sind, hat das Portal „schoener-wohnen.de“ herausgefunden und in einer Bilderstrecke aufgeschlüsselt. Zu den Trends zählen unter anderem natürliche Materialien, dunkle Küchenfronten und matte Flächen. Zudem werden die Arbeitsplatten dünner und somit auch filigraner.

Das Portal nennt als Trend auch ein sogenanntes „Küchen-Wohn-Arbeitszimmer“. Damit wird unter anderem „der sanfte Übergang zwischen Küche und Wohnbereich“ bezeichnet. Im Hinblick auf die Geräte in der Küche ist zu erkennen, dass diese – aufgrund der zunehmend offenen Küchen – leiser werden. So sind zum Beispiel Dunstabzugshauben und Kühlschränke zu haben, die kaum Geräusche verursachen.

Außerdem sind moderne Induktionskochfelder angesagt, die das Kochen erleichtern. Auch Backöfen, die backen, braten und dämpfen können, liegen im Trend. Interessenten, die eine neue Küche planen, oder die sich die Trends für 2022 ansehen möchten, werden unter schoener-wohnen.de fündig.

Quelle: schoener-wohnen.de

Immobilienmarkt: DIW weist auf spekulative Übertreibungen hin

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat kürzlich die Immobilienpreisentwicklung in 114 deutschen Großstädten untersucht. Dabei ist herausgekommen, dass die Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen im Vergleich zu 2020 um 9 Prozent gestiegen sind.

Das DIW ist der Auffassung, dass es „in immer mehr Regionen und Marktsegmenten […] zu spekulativen Übertreibungen [kommt], insbesondere bei Eigentumswohnungen und Baugrundstücken in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München“. Auch die Mieten sind laut DIW angestiegen – allerdings nur etwa halb so stark wie die Kaufpreise.

Für ihre Studie haben die Verantwortlichen auf Basis von Daten des Immobilienverbandes IVD die Entwicklung in den 114 größten deutschen Städten mit mindestens 50.000 Einwohnern untersucht. Die vollständige Studie ist unter diw.de zu finden.

Quelle: diw.de

Projekt: Entwicklung eines Standard-Holzbausystems

Ein offenes Standard-Holzbausystem für öffentliche Gebäude wollen die Hochschule Wismar, die Technische Universität Braunschweig, der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) und die Haas Fertigbau GmbH bis Ende 2024 gemeinsam entwickeln. Dabei soll es sich laut Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe um ein Standard-Holzbausystem handeln, das Planern sowie kleineren bis mittleren Zimmerei- und Holzbaubetrieben die Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen ermöglicht.

Ziel des Standard-Holzbausystems ist es unter anderem, die Planungs-, Genehmigungs- und Bauabläufe von öffentlichen Gebäuden zu verschnellern und die Prozesse und die Gebäude zu optimieren. Das Projekt durchläuft drei Stufen: die Entwicklung, die Anwendung und die Etablierung. Dabei sollen unter anderem digitale Prototypen entstehen, Konstruktionskataloge entwickelt und ein webbasiertes Informationsportal „Standard-Holzbausysteme+nR“ geschaffen werden.

Die Daten des Projektes, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe gefördert wird, werden im Anschluss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – unter anderem über einen Leitfaden, Veröffentlichungen und Seminare. Weitere Informationen zum Vorhaben erhalten Interessenten auf der Seite kiwhu.de.

Quelle: FNR/kiwhu.de

Grunderwerbsteuer: So lange müssen Paare und Singles sparen

Wie lange müssen Singles und Paare für die Grunderwerbsteuer sparen, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen? Dieser Frage geht der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd) nach. Herausgekommen dabei ist, dass Paare, die ein Einfamilienhaus kaufen möchten, 5,5 Monatseinkommen für die Grunderwerbsteuer zur Seite legen müssen. Bei Singles, die eine Eigentumswohnung erwerben möchten, sind es 4,6 Monatseinkommen.

Bezieht man eine Sparrate von rund 11 Prozent des Nettoeinkommens mit ein, bedeutet das laut iwd, dass Immobilienkäufer für den Erwerb eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung durchschnittlich vier Jahre lang für die Grundsteuer sparen müssen. Diese Dauer ist – je nach Stadt – jedoch extremen Schwankungen unterlegen.

In Berlin müssen sowohl Paare, die ein Eigenheim erwerben möchten, als auch Singles, die sich eine Eigentumswohnung kaufen möchten, am längsten sparen. Sie benötigen allein über zehn bzw. über neun Jahre für das Ansparen der Grunderwerbsteuer. Als Gründe dafür nennt das iwd die mittleren Einkommen, die hohe Nachfrage nach Immobilien und die stark gestiegenen Preise für diese. Günstig hingegen kommen Paare in Wunsiedel im Fichtelgebirge weg (1,64 Jahre) und Singles in Görlitz (1,30 Jahre).

Quelle und weitere Informationen: iwd.de

Baumfällung: Vermieter dürfen Kosten umlegen

Vermieter können die Kosten für die Fällung eines morschen Baums auf einem Mietgrundstück auf ihre Mieter umlegen. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs hervor (AZ: VIII ZR 107/20). Demnach zählen die Kosten für die Fällung eines Baumes zu den umlagefähigen Kosten der Gartenpflege.

Im vorliegenden Fall hatte eine Mieterin gegen eine Wohnungsbaugesellschaft geklagt, die eine morsche Birke fällen und die Kosten dafür von rund 2.500 Euro auf die Mieter umlegen ließ. Auf die Mieterin entfielen Kosten von rund 415 Euro. Sie zahlte diese zwar, aber unter Vorbehalt, und forderte schließlich ihr Geld zurück.

Ohne Erfolg. Denn die Pflege gärtnerisch angelegter Flächen, einschließlich der Erneuerung von Pflanzen und Gehölzen, umfasse auch die Fällung eines Baumes. Der BGH weist auch darauf hin, dass es sich bei den Kosten einer Baumfällung um erwartbare Kosten handelt.

Quelle: BGH/ AZ: VIII ZR 107/20

Wohntrends: Das ist 2022 angesagt

Wie lässt es sich im neuen Jahr am besten Wohnen? Das hat das Portal „fuersie.de“ aufgeschlüsselt und die vier größten Wohntrends 2022 ausgemacht. Dabei handelt es sich laut des Portals um Materialien aus Natur, Wiener Geflecht, Teddyfell und um geometrische Muster.

Mit Materialien aus Natur ist zum Beispiel Seegras, Marmor oder unbehandeltes Holz gemeint. Beim „Wiener Geflecht“ handelt es sich um ein spezielles Flechtwerk, das sich in verschiedenen Accessoires und Möbeln wie Kopfteilen an Betten, Tischen oder auch Regalen wiederfinden kann.

Teddyfell wird laut „fuersie.de“ unter anderem bei Sesseln, Decken oder Teppichen eingesetzt; geometrische Muster sind auf Bildern, Vasen und Tassen zu sehen. Auch Beispielbilder für werden beim Portal gezeigt. Zudem gibt es Informationen zu weiteren Einrichtungsthemen.

Quelle: fuersie.de

Logistikimmobilien: Analyseunternehmen rechnet mit Rekordfertigstellungsvolumen

Für 2021 und 2022 rechnet das mit Analyseunternehmen Bulwiengesa mit einem Rekordfertigstellungsvolumen bei Logistikimmobilien von je über fünf Millionen Quadratmetern. Zuletzt blieben die fertiggestellten Logistikflächen mit 3,7 Millionen Quadratmetern aufgrund verzögerter Baustarts durch die Corona-Pandemie zwar hinter dem Vorjahreswert von 4,9 Millionen Quadratmetern zurück. Dennoch erwartet das Analyseunternehmen nun eine starke Neubauaktivität. Die Investitionen in Logistikimmobilien 2020 erreichten, trotz Corona-Pandemie, mit etwas weniger als fünf Milliarden Euro in etwa das Niveau der beiden vorangegangenen Jahre.

Das Analyseunternehmen hat auch untersucht, was zum Erfolg von Logistikimmobilien beiträgt: Neben der Lage sei die Qualität des Standortes entscheidend. Es werde zunehmend hochwertiger gebaut, eine gute Dämmung sowie große Lichtflächen für Dach und Wand gehören ebenfalls häufiger zur Ausstattung.

Diese und weitere Ergebnisse gehen aus der Studie „Logistik und Immobilien 2021“ hervor, die Bulwiengesa in Zusammenarbeit mit der Berlin Hyp AG, der Bremer AG, Garbe Industrial Real Estate GmbH und der Savills Immobilienberatungs GmbH herausgebracht hat. Es handelt sich um eine Studienreihe. In diesem Jahr erscheinen die Ergebnisse des siebten Jahres.

Quelle: Bulwiengesa

Neubau: Höhere Schornsteine erforderlich

Neubauten müssen seit dem 1. Januar 2022 mit höheren Schornsteinen ausgestattet werden. Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit müssen nun „neu errichtete Pelletheizungen, Kachelöfen oder Kamine […] einen Schornstein haben, dessen Austrittsöffnung so weit über das Dach hinausragt, dass Abgase von der natürlichen Luftströmung fortgetragen werden können“.

Ziel der Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV) ist es unter anderem, Anwohner in Wohngebieten besser vor dem gesundheitsgefährdenden Feinstaub zu schützen, der beim Heizen entsteht und durch die Schornsteine austritt. Schornsteine müssen den Dachfirst daher künftig um mindestens 40 Zentimeter überragen.

Der Bundesrat hatte der Änderung bereits Mitte September 2021 zugestimmt. Veröffentlicht wurde die „Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen“ dann am 13. Oktober 2021 im Bundesgesetzblatt, in dem auch weitere Anforderungen zu finden sind. Laut Bundesumweltministerium sind ausschließlich neue Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger als einem Megawatt von der Änderung betroffen.

Quellen und weitere Informationen: bmu.de/bgbl.de/deutsche-handwerks-zeitung.de

Energie, Umwelt, Wohnen: Das ist 2022 neu

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat in einer Mitteilung unter anderem zusammengefasst, was sich 2022 bei den Themen Energie, Umwelt und Wohnen ändert. So müssen die Verbraucher unter anderem mit mehr Heizkosten rechnen. Zurückzuführen ist dies auf den CO2-Preis, der von 25 Euro pro Tonne auf auf 30 Euro pro Tonne CO2 gestiegen ist.

Dafür können Verbraucher Energielieferverträge, die ab dem 1. März 2022 geschlossen werden, schneller kündigen. Die Kündigungszeit beträgt dann nur noch einen Monat anstatt drei Monate. Die Verbraucherzentrale hebt hervor, dass Verbraucher so „besser vor überlangen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen geschützt“ werden.

Zudem weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass die Förderung eines Neubaus nach dem Effizienzhaus-Standard 55 ausläuft. Anträge für diese müssen spätestens bis zum 31. Januar 2022 bei der KfW eingegangen sein. Ab dem 1. Februar 2022 sind dann laut Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nur noch die Neubaustandards Effizienzhaus 40, Effizienzhaus 40-Erneuerbare Energien-Klasse oder Nachhaltigkeits-Klasse sowie Effizienzhaus 40 Plus förderfähig.

Quelle und weitere Informationen: verbraucherzentrale.de

Urteil: Schönheitsreparaturen von Mietern müssen nicht perfekt sein

Muss ein Mieter laut Mietvertrag Schönheitsreparaturen vornehmen, müssen diese nicht perfekt ausgeführt sein. Zu diesem Schluss kommt das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 264/20). Im vorliegenden Fall forderte eine Vermieterin von einer ehemaligen Mieterin Schadenersatz. Sie hätte mit ihrem Neuanstrich der Wänden und Decken zu einer „Verschlimmbesserung“ des vorab fachgerechten Anstrichs geführt.

Die Vermieterin (Klägerin) kritisierte in dem Zusammenhang unter anderem einen „schattigen, nicht deckenden Anstrich der Wände und Decken in beiden Zimmern, im Flur, im Bad und in der Küche“. Sie forderte deshalb eine Summe von 1.354,03 Euro von ihrer ehemaligen Mieterin. Zu Unrecht, wie das Landgericht Berlin befand.

Zum einen haben mehrere Zeugen glaubhaft ausgesagt, die Arbeiten durchgeführt zu haben. Zum anderen sei die „fachgerechte Ausführung von Schönheitsreparaturen […] nicht mit einer Ausführung in Fachhandwerkerqualität gleichzusetzen“. Denn laut eines Urteils des Bundesgerichtshofs dürfen Mieter die ihm übertragenen Schönheitsreparaturen (kostengünstig) in Eigenleistung ausführen.

Quelle: Landgericht Berlin (Az.: 65 S 264/20)